Etwas über die Stadt zu lernen, in der man lebt, ist sicher eine vernünftige Sache. Aber kann das auch Kindern Spaß machen? Und ob! Zum Beispiel mit diesen Stadtführungen und Cityrundgängen.
Geschichts-Werkstatt
Per pedes die Stadt erkunden und noch dazu viele interessante Anekdoten und Legenden über die Stadt und ihre Bewohner erfahren – das ist mit der Geschichts-Werkstatt möglich. In der Altstadt gibt es zahlreiche Häuser, Denkmäler, Kirchen und Glockenspiele, um die sich spannende Geschichten ranken. Die Mitarbeiter der Geschichts-Werkstatt freuen sich über alle Fragen und geben geduldig Antwort. Damit es nicht zu anstrengend wird, wird zwischendurch eine Kaffee-und-Kuchen-Pause eingelegt. Die Stadtteile, die etwas weiter voneinander entfernt liegen, entdecken die Teilnehmer per Fahrrad. Führungen sind zudem im Programm der Volkshochschule enthalten. Auch mit besonderen Wünschen für Schulklassen oder Kindergruppen (ab ca. 6 J.) kann man an den Verein herantreten. Termine am besten telefonisch abklären oder auf die Web-site schauen.
Adresse:
Geschichts-Werkstatt e.V.
c/o M. Willke
Schwerinstrasse 33
40476 Düsseldorf
Kontaktinformationen:
http://www.geschichtswerkstatt-duesseldorf.de/
0211-580 29 84
Reisebüro Adorf
Busfahren und dabei etwas über die Düsseldorfer Stadtgeschichte lernen – das ist nicht nur für Erwachsene, sondern auch für etwas größere Kinder interessant. Rund zwei Stunden dauert die Tour druch die Düsseldorfer City. Ein kleiner Besuch in der Altstadt darf dabei ebensowenig fehlen wie der Blick auf Düsseldorf vom Rheinturm aus. Vor allem in den Sommermonaten werden auch Nachmittagstouren angeboten. Die Busse fahren täglich ab Kö-Brücke/Steinstraße, die 2-stündigen Touren beginnen jeweils um 11 & 14.30 Uhr, Dauer: ca. 2,5 Stunden.
Adresse:
Mündelheimer Weg 10
40472 Düsseldorf (Lichtenbroich)
Preise:
Kinder € 6, Erw. € 17,50
Kontaktinformationen:
http://www.adorf.de/
Tel. 0211-41 89 70
Jede Stadt hat ihre Wahrzeichen. Ob es das Rathaus, die Kirche oder die mittelalterliche Gasse ist – zum echten Sightseeing-Programm gehören sie dazu. Nicht verpassen sollten Sie und Ihre Kinder folgende Gebäude und Plätze!
Rathaus
Politik hinter verschlossenen Türen? Von wegen! Jeden Mittwoch um 15 Uhr öffnet das Rathaus seine Pforten (Rathausufer 8) für eine Besichtigung. Die kostenlose Führung dauert eineinhalb Stunden und geht über mehrere Stationen. Dazu zählen u.a. das Stadtmodell des heutigen Düsseldorf, die 380 Ofenplatten im Eingangsbereich des Rathauses und der Plenarsaal. Auch das Arbeitszimmer des Oberbürgermeisters kann besichtigt werden – natürlich nur, wenn er außer Haus ist. Bei der engagierten Führerin Silke Wiebrock sind Fragen ausdrücklich erwünscht! Schulklassen oder Jugendgruppen können gerne einen Führungstermin mit ihr ausmachen. Zur Auflockerung denkt sie sich für die Kinder viel aus, z.B. kleine Rollenspiele. Na, wer traut sich im Plenarsaal ans Rednerpult? Manchmal ist sogar der kleine Balkon mit Blick auf den Marktplatz geöffnet, auf dem schon stolz die DEG und die Fortuna gestanden haben. Übrigens, im Plenarsaal tagen alle paar Wochen die Politiker. Wer wissen möchte, was da passiert – die Sitzungen sind öffentlich. Einfach im Rathaus anrufen, fragen, wann und wo die Sitzung stattfindet, und hingehen.
Adresse:
Marktplatz 2
40213 Düsseldorf (Altstadt)
Anfahrt: U-Bahn bis Heinrich-Heine-Allee
Kontaktinformationen:
Tel. 0211-899 29 24
Schloss Burg
Eine Burg wie aus dem Märchenbuch – mit Ritterrüstungen, Schießscharten, Zinnen gekrönten Türmen und allem, was dazugehört. Hoch oben, mehr als 100 m über der Wupper, thront Schloss Burg. Die schönste – und zugegebenermaßen bequemste – Art, die Burg zu erklimmen, ist die Fahrt mit dem Sessellift, während der man einen tollen Blick auf Unterburg hat. Im Mittelalter residierten hier oben sittsame Burgfräulein und edle Herren. Heute kann man sich angucken, wie die Herrschaften damals gelebt haben. Von der Küche bis zum Schlafzimmer und der Waffenkammer ist alles vorhanden – auch ein düsteres Verlies, in dem die Feinde gefangengehalten wurden. Wer vom Gucken und Staunen müde geworden ist, labt sich im Schlossrestaurant an Waffelspezialitäten. Anfang Juli sorgt ein Mittelaltermarkt für Stimmung, und im Sommer finden auf dem Burgplatz Ritterspiele statt. In voller Rüstung mit Federbusch, Schwert und Streitaxt kämpfen dann die Edlen um die Gunst des schönen Fräuleins – ein spannendes Spektakel und ein Riesenspaß dazu.
Tipp: Wer schon einmal in der Gegend ist, sollte gleich einen Abstecher zur Müngstener Brücke einplanen. Ein technisches Wunderwerk aus dem vorigen Jahrhundert. Mit 107 m Höhe und 500 m Länge ist es Deutschlands größte Eisenbahnbrücke. Obwohl sie so riesig ist, erweckt die filigrane Eisenkonstruktion den Eindruck, als ob sie über dem Tal schwebe. Ein Anblick, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten!
Adresse:
42659 Solingen-Burg
Anfahrt: A46, A3, B229
Öffnungszeiten & Eintritt:
März-Okt Di-So 10-18, Mo 13-18 Uhr, Nov-Feb Di-Fr 10-16, Sa/So 10-17 Uhr, Mo geschl.
Kinder € 2,50, Erw. € 5, Familien € 14.
Kontakt informationen:
www.schlossburg.de
Tel. 0212-242 26 11
Jan Wellem
Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus thront, hoch zu Ross, Jan Wellem – so nennen die Düsseldorfer fast liebevoll den Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz. Beliebt ist der Kurfürst vor allem, weil er und seine Frau Anna Maria Luisa de Medici durch ihre Kunst- und Sammelleidenschaft aus dem Dorf an der Düssel eine Kulturhauptstadt von internationalem Rang gemacht haben. In Bronze gegossen und mit Zepter und Krone versehen, schaut er majestätisch auf das rege Treiben in der Altstadt. Und nicht selten kommt es vor, dass er Gesellschaft auf seinem luftigen Sitz bekommt. Sockel und Sattel der Statue sind besonders bei Teenies als Aussichtspunkt beliebt. Um das 8.000 kg schwere Standbild, das als eine der bedeutendsten Barockplastiken nördlich der Alpen gilt, ranken sich viele Geschichten. Eine hält sich hartnäckig: Dem Baumeister ist angeblich das Metall zum Gießen der Statue ausgegangen. Erst als die Bürger ihre Kaffeelöffel und sogar Eheringe geopfert hatten, konnte der Guss vollendet werden. Die Kaffeelöffel zum Einschmelzen hat angeblich ein kleiner Gießerjunge gesammelt. Auch seine Statue steht auf dem Marktplatz. Tatsache jedenfalls ist, dass Jan Wellem sich die mächtige Statue zu Lebzeiten selber setzen ließ. Lassen Sie Ihre Kinder doch mal schätzen, wie viele Löffel in dem Pferd stecken könnten!
Adresse:
Marktplatz
40213 Düsseldorf (Altstadt)
Anfahrt: U-Bahn bis Heinrich-Heine-Allee
Königsallee
Die Königsallee, Düsseldorfs Prachtstraße, zieht sich vom Hofgarten bis zur Friedrichstadt. Wo in früheren Zeiten Könige und Fürsten in ihren Kutschen entlangfuhren, flaniert man heute an internationalen Nobelshops und edlen Cafés entlang. Die Enten und Schwäne im Stadtgraben, der Nord- und Ostseite der Allee voneinander trennt, sind für Kinder allerdings sicher attraktiver als die Designerläden. Riesige Kastanienbäume bieten an heißen Sonnentagen Schatten. Wegen der tollen Bäume hieß die »Kö« früher sogar Kastanienallee. Dass ihr Name geändert wurde, ist auf folgende Geschichte zurückzuführen: Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. war im Rheinland nicht besonders beliebt. Als er einmal zu Besuch in Düsseldorf war, warf jemand einen Pferdeapfel nach ihm. Die Stadtväter grübelten lange, wie sie das wieder gutmachen könnten und benannten die Allee schließlich nach dem König. Auf der Kö ist oft was los: Im Februar zieht der Rosenmontagszug vorbei, im Juni findet der Radschläger-Wettbewerb statt, beim »Bücherbummel« verwandelt sie sich in einen riesigen Open-Air-Buchladen und im September dürfen sich die Kleinen beim Bambini-Lauf am Jogger-Event »Kö-Lauf« beteiligen.
Adresse:
Düsseldorf (Mitte)
Anfahrt: U-Bahn bis Heinrich-Heine-Allee oder Königsallee
„Einmal die gaaanze Stadt überblicken!“ Für Groß und Klein bieten diese Aussichtspunkte- und türme einen tollen Überblick – vorausgesetzt natürlich, dass Sie und Ihre Kinder schwindelfrei sind.
Rheinturm
Autos, die wie kleine Käfer über bleistiftbreite Straßen fahren, Häuser, so winzig wie Streichholzschachteln. Dazwischen ein dicker, grauer Streifen, der sich als Fluss durch die Stadt schlängelt. Von welchem neuen Stadtmodell ist hier die Rede? Kein Modell, sondern Düsseldorf aus 170 m Höhe vom Rheinturm aus gesehen. Besonders Kinder finden diesen Blick aus der Vogelperspektive faszinierend. Hoch geht es mit dem Aufzug. Von 0 auf 170 m in 50 Sekunden: Das kribbelt im Bauch und saust in den Ohren. In 166,25 m Höhe gibts eine Aussichtsplattform. Selbst an heißen Tagen bläst hier ein kalter Wind. Wem es dort draußen zu zugig ist, der fährt lieber gleich hinauf in das auf 170 m Höhe gelegene Selbstbedienungsrestaurant »Panorama«. Hier ist die Rundumsicht, besonders an klaren Tagen, prächtig. Es gibt Ferngläser, mit denen Sie Ihren Kindern ihr Zuhause zeigen können. Die um 30 Grad nach unten geneigten Fenster reichen bis zum Boden, und manche Kinder finden es einfach umwerfend, sich gegen diese Scheiben zu lehnen. Das Gefühl ist einzigartig – als schwebte man zwischen Himmel und Erde. Noch ein Stückchen weiter oben liegt das Restaurant »Top 180«. Nicht ganz billig, dafür aber kinderfreundlich. Außerdem dreht sich das Restaurant um die eigene Achse. Wie die 150 m lange Lichtuhr an der Turm-Außenseite abzulesen ist, ist einem Faltblatt zu entnehmen, das man unten an der Kasse bekommt.
Adresse:
Stromstr. 20
40219 Düsseldorf (Bilk)
Anfahrt: Bus 725 bis Rheinturm
Öffnungszeiten & Eintritt:
Turm: tägl. 10-23.30 Uhr
Für den Fahrstuhl zahlen Kinder (6-13 J.) € 1,60, Jugendl. (14-17 J.) € 2,50, Erw. € 3,20
Kontaktinformationen:
Tel. 0211-848 58